Montag, 9. September 2013

MRT in Gieboldehausen...

Es ist eigentlich schon ziemlich beknackt für etwa einen Tag und einen Abend von der Luxembourger Grenze nach Gieboldehausen zu fahren. Knapp 500 Kilometer hin und kaum 36 Stunden nach der Ankunft wieder 500 Kilometer zurück.
Das war in den vergangenen Jahren immer die Überlegung und Begründung sich letztlich doch nicht in den "Mittleren Osten" aufzuraffen.
In diesem Jahr war das allerdings anders. Und eigentlich ist Ted Simon daran schuld.
Ach was, was heisst denn eigentlich Schuld? Er war, oder der Inhalt seiner Mail war für dieses Jahr Motivation genug mich auf die Socken zu machen.
Freitag morgens das Gespann packen, Zelt, Isomatten und alle sonstigen Verdächtigen, dann um 12:15Uhr Tochter Anna an der Schule abholen, Tanken und auf gehts.
Bei strahlendem Sonnenschein ausnahmsweise über die Autobahnen und Schnellstraßen feste am Quirl gedreht und über die Piste gebraten.
Wer bisher nur  "Solo" gefahren ist, mag sich wundern, dass mit einem Gespann 135 km/h auf der Autobahn schon ein ziemlich flottes Tempo darstellt. Zwar geht meine Guzzi auch 170 km/h, nur das will keiner wirklich erleben, weil dann das Fahren sehr unruhig und quasi zu einem Tanz auf dem Vulkan wird.
Super Platz an der Sonne

Hier gehts rein ins Getümmel


Anna genießt das Treffen
Für den Abend bereiten wir uns bekleidungsmäßig derart vor, dass wir so weit möglich, leichte und sommerliche Sachen anziehen. Es bleibt noch bis tief in die Nacht angenehm warm.
Anstehen für ne Wurst
Beim abendlichen Schlendern über den Platz begegnet mir etwa hier ein Mann den ich seit Jahren kenne, allerdings nur von seinen Büchern und von einigen E-Mails die er und ich ausgetauscht haben. Beim aneinander vorbei gehen lüpfe mit einer Handbewegung symbolisch meinen Hut (hatte ja keinen auf) und er antwortet mit einer leichten Verneigung mit dem Wort: "Chapeau!".

In diesem Foto ist Ted Simon versteckt
Später treffen wir noch einmal aufeinander. Am Lagerfeuer verbringen wir über zwei Stunden im Gespräch über "alles mögliche". Die Themen mäandern, sind facettenreich und stets interessant. Weltgeschehen, aktuelles im Vergleich zu bereits vergangenem. Reisen, privates, Freunde, Einsichten und Aussichten. Ich bin erstaunt, dass er mich kennt, er erinnert auch grob Infos zu mir, weiss mich trotz der "nur ein paar Mails" die wir über die Jahre ausgetauscht haben, zu verorten. Von meiner Tochter Anna erzähle ich ihm, die ihn eigentlich begrüssen wollte, sich aber schließlich davor gedrückt hatte, aus Angst, sie würde nicht die rechten Worte finden. Er fragte danach, wo wir denn unser Zelt aufgebaut hätten, "Right in front of the entrance, on the right side, next to the hedge". Ich erzähle ihm, dass seine Mail vom 17. August für mich Anlass war, mich auf den Weg zu machen um ihn schließlich doch persönlich kennen zu lernen. Er betont, dass er dieses Treffen hier so besonders mag, weil es nicht so kommerziell ist. Dann erzählt er mir von seiner Stiftung, wie schwer es wäre für diese Sache Sponsoren zu finden. Auch erfahre ich, dass das Buch seiner zweiten Weltreise nicht so von den Lesern angenommen wurde wie erhofft. Er glaubt, die meisten Leute würden ihn wegen seiner ersten Veröffentlichungen kennen und weniger wegen dem Buch seiner zweite Reise. Zwischendurch schichten Ted und ich noch ein wenig das Feuerholz um, andere helfen und das Feuer lodert bald wieder prächtig. Ted erwartet noch Doris Wiedemann  und bei dieser Gelegenheit lerne ich die auch noch in Persona kennen. Ihr Buch "Taiga Tour" habe ich auch bei mir im Regal stehen. Viel über ihre Reisen habe ich im Internet gelesen und gesehen. Interessante Person, reist aber gänzlich anders als ich, in meinen Augen viel zu hastig, mehr auf Tempo und bezwingen der Distanz ausgerichtet. Er fragt mich nach Reiseliteratur die ich  gelesen habe und ich zähle ihm die für mich wichtigsten und einprägsamsten auf:  Seine drei Bücher Themenkreis "Jupiter"(die ich alle habe) zu allererst, dann "Abgefahren" von Claudia Metz und Klaus Schubert, dann die Bücher von Wolfgang Büscher (zu Fuß unterwegs), Tillmann Waldthaler (mit Fahrrad unterwegs), John Steinbecks "Travels with Charley", dann die Geschichte von zwei Radfahrern die ich auch persönlich kennen lernen konnte in 10 Jahren durch 5 Kontinente und 160.000km per Rad (http://www.reducespeed.de) und last but not least Robert Louis Stevenson "Reise mit einem Esel durch die Cevennen".  Ted fragt mich ob ich Bücher von Doris gelesen habe, was ich unter Hinweis auf "Taiga Tour" bejahe.  Die Zeit ist wie im Flug vergangen, war es soeben noch 21:00 Uhr, sind es nun schon 23:15 Uhr. Mit einem kräftigen und warm(herzigen) Händedruck verabschiedet sich Ted Simon von mir. Schon komisch, da kennt man jemanden seit über 30 Jahren und lernt die Person schließlich "in echt" kennen. Man entdeckt viele Parallelen, manches was ähnlich wennauch nicht gleich empfunden wird, aber keine sich entgegenstehenden Ansichten. Eigentlich hatte ich sowas bereits erwartet.
Gemütlicher Ausklang nachts am Gespann

Vorbereitung und Warten aufs Konzert

All in One

Total nette Familie aus DD

All in One macht wirklich Laune

Schöne Kerzendeko-Idee (Foto von Anna)

super tolle Stimmung auf dem Konzert

Wohl gut 1.000 Zuschauer und 10.000 gefühlte Zuschauer.



Der frühe Vogel....

packt ganz früh sein Zeug und schaut dass er vor dem Regen nach Hause kommt ;)


 Hier nun ein paar Fotos unseres kleinen Samstag-Trips in den Harz. Kyfhäuser, Stolberg, Elbingerode waren die High-Lights dieser Tour. (die Fotos sind von der Pentax die vorherigen vom I-Phone)
Samstag früh in Gieboldehausen

Torwächter

Fertig zur Ausfahrt

Schwerer Unfall am Fuße des Harz

Anna gehts gut

Kyffhäuser und Denkmal, denk ich mal ;)

Tachostand

Kilometerlang Strohballen am Fuß des Harz

Stolberg im Harz

Stolberg im Harz

Elbingerode Christinenweiher 2005

Elbingerode Christinenweiher 2013


Baude am Christinenweiher in Elbingerode

Reiseberichte im Veranstaltungssaal des Treffens

Annas Haarkunst

Alte Zöpfe braucht das Land

Samstag mittags in Gieboldehausen

Parkplatz

Ne Harley mit Alukoffern? Gibts, und nen total netten symphatischen Fahrer der mit seine Frau da war, siehe nächstes Foto..

Eine schöne alte Triumph und eine noch tollere liebe Fahrerin

Sonnenaufgang in Gieboldehausen

El Tachostand

Anna sortiert sich...

So, das war´s von dieser irren Kurzreise. Hier im Anschluss noch einige Fotos und Filmchen die meine Tochter gemacht hat. Anna hatte es jedenfalls sehr gut gefallen auch den Ted hat sie interessiert beäugt, wollte ihn aber nicht begrüßen, weil sie Angst hatte, ihr Englisch wäre zu schlecht.

Freitag, 17. Mai 2013

Zurück!

Heute haben wir "Zicke" und "Herrn Rossi" wieder von "Bikers Nightmare" zurück geholt.
Ahnungslose Dilettanten!
Nichtsnutzige Motorradfuzzis!
Unbeseelte Zweiradhändler, pfui.

Willkommen zurück ihr beiden. Und jetzt fahren wir mal wieder nach Konstanz zu Alfred, Louis und der ganzen Rasselbande dort. Die haben Verstand und Leute die euch wollen.
"Zicke" und "Herr Rossi" im oberen Donautal nahe Sigmaringen
JAwoll!

Montag, 13. Mai 2013

Absichtserklärung...

...nach zwei Mal Rundreise Elsass, Schwarzwald, Alpen, Schweiz, Italien, Österreich, Slowenien in der einen oder anderen Routenabfolge, sind wir im letzten Jahr über Bayern, mit einem leider nur kurzem Abstecher über Tschechien zurück nach Hause gefahren.
Ja, der Osten hat es uns angetan.

Viel Gegend...

...noch mehr Gegend

Deshalb beabsichtigen wir in diesem Sommer über Tschechien, dort als eines der Zwischenziele das Iser-Gebirge *, in die nördlichen Karpaten und/oder nach Masuren zu fahren. Vielleicht ist ja auch der ein oder andere baltische Staat mit dabei.
Sehnsucht nach dem was im Osten auf uns wartet und Entdeckungslust ist genügend vorhanden.
Es wird darüber berichtet.

* Iser-Gebirge: das kam so, im Winter hatten wir ein besonderes Vorlesebuch entdeckt und sehr genossen. Weite Teile der Geschichte spielen im Iser-Gebirge, das im nördlichsten Zipfel von Tschechien, oder im südöstlichsten Winkel Deutschlands, oder im südwestlichsten Zipfel Polens zu finden ist. Geschrieben von der tschechischen Autorin Iva Prochazkova  ( http://ivaprochazkova.com/index_de.html) hat uns das Buch "Wir treffen uns wenn alle weg sind"sehr beeindruckt und wir wünschen der Autorin weiterhin viel Spaß und Inpiration beim Entwickeln und Aufschreiben von solchen aussergewöhnlichen Geschichten.
Copyright liegt nicht bei mir, es handelt sich um ein Buch das im Sauerländer-Verlag erschienen ist. Sehr lesenswert.
Die Abbildung des Buchcovers ist kein Diebstahl geistigen Eigentums, sondern der unentgeltliche Versuch Werbung für ein gutes Buch zu machen. Also Leute, in einen gut sortierten Buchladen gehen und kaufen!

Wir waren alle drei sehr angetan von dem Buch und deshalb geht es, wenn alles gut geht, in diesem Jahr auch in das Iser-Gebirge. Dabei werden wir sicher das ein oder andere Mal an "Mojmir Demeter" und "Omi Kalomi", aber und vor allem auch an Iva Prochazkova denken.

Montag, 17. September 2012

Sommerreise...

...ja auch in diesem sommer gab es eine reise. erstaunlich anders als zuvor und doch eigentlich genau wie zuvor.
in telegramm-stil:
landstraße deutschland-luxembourg, entlang der mosel bis schengen. dann auf die autobahn bis saarbrücken. weiter nach saarguemines und dann landstrasse bis straßbourg. rund um straßbourg auf dem autobahnring. weiter richtung offenburg auf der B33 richtung triberg. unterwegs hinter offenburg an einem obststand kirschen, brombeeren und erdbeeren gekauft. alle drei sorten obst waren im juli erstaunlich sauer, - aber erfrischend.
übernachtet haben wir wie im letzten jahr auf dem campingplatz in engen.
weiter ging es am folgenden tag auf landstraßen in die schweiz. in stein am rhein war der grenzübergang.

pausen an einem acker im schatten am waldsaum, dann auf der abfahrt eines kleinen passes auf einem hotelparkplatz im schatten. schliesslich über landquart, klosters, davos über flüela und ofenpass nach sta. maria am umbrail-pass. dort, wie im letzten jahr zum camping "pe da munt".

hier blieben wir 5 tage und haben neben kleineren spaziergängen noch eine livignio-rundreise über den umbrail-pass, den pso. stelvio, den pso. foscangno und den ofen-pass gemacht. rundreise von irgendwas mit 120km und super ein- und aussichten.

weiter durch süd-tirol über den jaufen-pass, ein stück den brenner hinab bis brunneck, dann das lesachtal bis leifling im gailtal wo wir auf einem einfachen bauernhof-camping station machen.
eigentlich wollten wir nach bovec in slovenien. wir bleiben jedoch fast eine woche und machen tagesausflüge. einer führt auch nach bovec, wo wir statt anzuhalten lediglich kurz die tanks füllen und durchstarten. bovec hat für uns seinen reiz verloren. schade.


Lanza-Pass, breit genug für ein Gespann, oder Auto. Aber nicht für zwei. Hier an einer Passierbucht.

Marillenmarmelade machen. Alle helfen mit.

Lindner Bauernfreund 420SA (Geiles Geschoss, haben will)

Unser Bauer!










Großglockner Hochalpenstraße. Lohnt!

Tschechische Landstraße

Schlosspark "Kynzvart" Tschechien

Kreateuse nebst Hunden und Papa in ihrer Warrior-Cats-Welt

Bau eines Katzenclans

Aussichtsturm Pottenstein

Kleinhodenhagen oder wie immer der Ort unterhalb des Aussichtsturms heisst. Bei Pottenstein halt. Obermiersberg?

Dienstag, 3. Juli 2012

Das Kribbeln...

...es fängt wieder an zu kribbeln, nicht nur in meinem rechten Arm, nein eigentlich so überhaupt und generell. Die ausgefallene Osterreise. Der Sommer der eigentlich nur ein grosses Schwimmbad war, so viel hat es geregnet, jetzt Anfang Juli rückt der Reisetermin näher. Wie die Tiere sich vorbereiten um ihre Nester zu bauen, kreisen schon seit Tagen meine Gedanken um das "Wohin soll es dieses Jahr gehen?" und um das "Welche Reiseroute wäre denn toll?" Salomonisch meinte Anja dazu: "Dann schauen wir mal wenn wir losfahren, wo das Wetter gut ist und damit fangen wir an!" Wohl gesprochen, du mein Eheweib. Es wird also so kommen: Entweder im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn. Jawohl!

Freitag, 6. April 2012

osterferienreise 2012...

unsere diesjährige osterreise führt uns, mit dem finger über die landkarte, von der eifel über luxembourg, metz, nancy, langres chalons s. saone nach bourg en bresse, wo wir alte freunde besuchen wollen, als erste zwischenstation.
region tournus
 mit etwas glück werden wir unsere sehr geschätzte weinhändlerin auf einem der märkte rund um tournus antreffen. weiter gehts über das zentralmassiv um eine weitere zwischenstation st.béat in den französischen pyrenäen zu besuchen.
nach der durchfahrung der wunderschönen bergkette kommen wir in spanien an und folgen der route von zaragozza über soria nach zamora. dort haben wir vor die leckeren pinchos morunos zu geniessen und anna braucht wieder pantoffeln. in einem der vielen schuhläden  dort, werden wir bestimmt fündig....
fernziel für diese reise ist "cabo da roca" der westlichste punkt festlandseuropas.
schaut euch doch selbst die reiseroute hier an:Reiseroute bis Cabo da Roca

die sache mit der osterferienreise hat leider einen haken.
sie ist ausgefallen.